Zentralisierung und Automatisierung der Werkslogistik mit SAP EWM
Über den Kunden
Unser Kunde ist ein international tätiger Industriekonzern aus dem Bereich Verteidigungs- und Sicherheitstechnik. Im betroffenen Logistikumfeld arbeiten rund 600 Anwender. Die Produktions- und Werkslogistik war über Jahre historisch gewachsen und über mehrere Standorte verteilt.
Ware an vielen Orten, Prozesse außerhalb des Systems
Die Logistik war auf zahlreiche historisch gewachsene Außenläger im Umfeld der Werke verteilt, die teils in eigener Verantwortung und teils fremdgemanagt wurden. Dadurch war der Warenfluss stark fragmentiert und wenig transparent. Viele Abläufe liefen manuell und außerhalb des Systems ab, etwa über Excel, E-Mail und Papier.
Das Ziel war klar: Die verteilte Ware sollte an einem Standort konsolidiert, der Warenfluss vereinfacht und durchgängig transparent gemacht werden. Zudem sollten Platz an den Fertigungsstandorten zurückgewonnen und der Platz- und Personalbedarf durch Automatisierung reduziert werden.
Ein Logistikzentrum, ein System, durchgängig gescannt
Gemeinsam mit dem Kunden verlagerten wir die Logistik aus den einzelnen Werken und Außenlägern in ein neues, zentrales Logistikzentrum. Kern der Lösung ist das Lagerverwaltungssystem SAP EWM, das an ein automatisches Hochregallager und ein automatisches Kleinteilelager angebunden ist.
Um mehr Transparenz im täglichen Betrieb zu schaffen, führten wir zudem erstmalig im Unternehmen mobile Datenerfassung mit systemgeführten Scanprozessen ein. Die mobilen Anwendungen wurden auf Basis des UI5 Converters und des Mobile Builders entwickelt, die der Kunde im Zuge des Projekts einsetzte.
Unsere Verantwortung reichte von der Konzeption über die Implementierung bis zur Teilprojektleitung für den EWM-Bereich und die angrenzenden Module.
Eine Besonderheit war die hohe Dynamik des Projekts. Das Lager wurde während der Umsetzung mehrfach umgeplant, viele Prozesse mussten auf Basis noch unsicherer Annahmen definiert und später angepasst werden. Hinzu kam ein anspruchsvolles Change Management, denn für die Mitarbeiter bedeutete die Umstellung auf mobile Scanprozesse eine große Veränderung ihrer täglichen Arbeit. Zudem bestand eine enge Abhängigkeit vom Bau des Gebäudes, von der Errichtung der Automatikanlage und von der Beschaffung der nötigen Geräte. Gemeinsam mit dem Kunden passten wir Zeitplan und Prozesse mehrfach an, damit der finale Go-Live trotz teilweise fehlender Infrastruktur nicht gefährdet wurde.
Was das neue Logistikzentrum bewirkt
Die zuvor auf mehrere Standorte verteilte Ware liegt jetzt an einem Ort, gesteuert über systemgeführte, mobile Prozesse.
Das neue Logistikzentrum bündelt die zuvor auf Werke und Außenläger verteilten Bestände.
Weniger Standorte und Schnittstellen vereinfachen den Weg der Ware spürbar.
Systemgeführte, mobile Scanprozesse ersetzen Excel, E-Mail und Papier.
Die Verlagerung der Logistik gibt Fläche an den Fertigungsstandorten frei.
Die Automatisierung schafft die Basis, um Handlingaufwand, Platzbedarf und Mengendifferenzen dauerhaft zu senken.
Das Projekt wurde von einer engen und langjährigen Zusammenarbeit auf einer belastbaren Vertrauensbasis getragen. Unsere Erfahrung aus anderen Standorten des Unternehmens half uns, auch in einem sehr dynamischen Umfeld tragfähige Entscheidungen zu treffen.
Diese partnerschaftliche Zusammenarbeit bildet die Grundlage für die weitere Optimierung und den Ausbau der Logistik.
Interesse an dieser Lösung?
Wir beraten Sie gerne. In einem ersten Gespräch finden wir gemeinsam heraus, wo HPC den größten Hebel für Ihre Werkslogistik hat.